Rekonstruktive Operation

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Frühe Rekonstruktion statt Amputation

Gelenkerhaltende rekonstruierende Vorfußchirurgie mit stabiler interner Fixation erzielt in geübten Händen die Wiederherstellung einer biomechanisch günstigen Fußform, die die Druckläsionen an der plantaren Fußhaut verhindert oder zur Ausheilung bringen kann. Gerade beim Diabetiker sollten Vorfußdeformitäten früh beseitigt werden, um das Risiko von Druckläsionen bei später manifest werdender PNP und PAVK zu vermindern.

Zunächst hat ein Diabetiker die gleiche Inzidenz unter einer Fußdeformität zu leiden wie die Normalbevölkerung. Die mit Erkrankungsdauer zunehmende Wahrscheinlichkeit der Polyneuropathie führt zur Degeneration der kurzen Fußmuskulatur und damit zur Intrinsic-minus-Deformität und zu einem Überwiegen des Extensorentonus mit Ausbildung von Hammer- bzw. Klauenzehen. Durch die kontrakte dorsalisierte Stellung der Grundphalanx -Basis der Kleinzehen kommt es zur vermehrten Druckbelastung der Metatarsale-Köpfchen. Das sogenannte Quergewölbe wird zu einem reziproken Quergewölbe, die Zehen verlieren den Bodenkontakt und gehen der Lastverteilung beim Abrollvorgang verlohren. Die Metatarsale-Köpfchen perforieren die plantare Beugesehnenplatte, das plantare Fettpolster ist distalisiert und schließlich perforieren die Metatarsale-Köpfchen durch die Haut. Wenn man sich diese Genese des plantaren Ulcus verinnerlicht hat, wird jedem klar, dass Maßnahmen, die diese biomechnische Basis außer Acht lassen zum Scheitern verurteilt sind.

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siehe auch

http://www.oza-m.de/behandlungsspektrum/rekonstruktive-operation.html

Quelle

Seite "Rekonstruktion beim diabetischen Fuß-Syndrom". Von: Orthopädie Zentrum Arabellapark München. Bearbeitungsstand: Dezember 2008. URL: http://www.oza-m.de/behandlungsspektrum/rekonstruktive-operation.html

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